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Datum News
2017-07-21

ZUGFeRD 2.0 / Factur - X zur Kommentierung veröffentlicht

Am heutigen Freitag hat das Forum elektronische Rechnung Deutschland zusammen mit dem französischen Partnerforum einen Entwurf für das Profil EN16931 von ZUGFeRD 2.0 / FACTUR-X veröffentlicht. Bis zum 25. August 2017 kann somit die neue Fassung analysiert und kommentiert werden. Voraussichtlich Ende September wird dann die Finale Fassung von Factur-X veröffentlicht. Hier geht es zum Original-Artikel samt Downloads.

Wir haben einen ersten Blick hineingeworfen. Was ist anders?

Zunächst fällt auf, dass es sich bei der ZUGFeRD 2.0 um eine Core Invoice Usage Specification (CIUS) handelt. Das bedeutet, dass sie das semantische Datenmodell der EN16931 konform abbildet. Die EN16931 ist eine europäische Norm für ein semantischen Datenmodell einer elektronischen Kernrechnung für öffentliche Auftraggeber. Durch die Wahl, ZUGFeRD 2.0 als CIUS abzubilden, sind einige der bekannten Möglichkeiten aus ZUGFeRD 1.0 entfallen. Diese sollen aber im ZUGFeRD 2.0 Extended Profil wieder enthalten sein.

Was ändert sich an der Syntax?

In der Tat wurde mit der Anpassung an die europäische Norm auch die Syntax umgestellt. FACTUR-X verwendet nun eine der beiden gemäß EN16931 definierten Syntaxen: Die UN/CEFACT Cross Industry Invoice in der Version D16B SCRDM. Die Grundstruktur der Syntax zwischen ZUGFeRD 1.0 und ZUGFeRD 2.0 ist zwar gleich geblieben, hat sich jedoch jeder einzelne XPath verändert. Dies liegt insbesondere daran, dass der Name des Root-Elements von CrossIndustryDocument auf CrossIndustryInvoice geändert wurde. Darüber hinaus haben sich aber auch noch ein paar wenige weitere Elemente in Ihrem Namen geändert. In einem weiteren News-Eintrag werden wir ausführlich darüber berichten.

Ändert sich etwas an der hybriden Rechnung?

Ja und Nein. Die Grundstruktur der Verwendung von PDF/A-3 bleibt gleich. Lediglich der Namespace wurde von ferd an den neuen Namen FACTUR-X angepasst. Neu ist nun allerdings ein erwähnenswerter Hinweis, der zuvor nicht so deutlich zu sehen war. Es ist ausdrücklich zugelassen, XML und PDF in zwei getrennten Dateien zu senden oder auch nur rein strukturierte Daten. Bei letzterem handelt es sich somit um keine hybride Rechnung mehr und Anwendergruppen, die auf die bildliche Darstellung verzichten können, steht somit eindeutig auch die Nutzung von FACTUR-X offen. Die Verwendung getrennter XML und PDF-Dateien ist streng genommen ebenfalls keine hybride Rechnung mehr. Darüber hinaus könnte ein solches Vorgehen - wenn es ohne bilaterale Absprache durchgeführt wird - beim Empfänger für Verwirrung sorgen.

War der Schritt überhaupt notwendig? Warum kommte nicht ZUGFeRD 1.0 beibehalten werden?

Liest man den Entwurf erschließt sich, dass der Grund insbesondere die Umstellung der "alten" Version der Cross Industry Invoice auf die neue Version D16B der eigentliche Grund für das Update waren. Die europäische Norm definiert zwar in ihrem Teil 1: EN16931-1 lediglich ein semantisches Datenmodell. Dies ließe sich mit minimalem Update auch in ZUGFeRD 1.0 vollständig abbilden. Jedoch führt der Teil 2 der Norm CEN/TS EN16931-2 eine Liste mit Syntaxen, die konform zur Norm sind und somit zwingend von öffentlichen Auftraggebern akzeptiert werden müssen. Und hier steht nun einmal die Version D16B, die syntaktisch mit ZURFeRD 1.0 nicht kompatibel ist. Bei der Frage, ob ZUGFeRD 1.0 nun konform zur Norm ist, müsste man in Bezug auf Teil 1 eigentlich mit "beinahe" antworten. Beim Vergleich mit der Syntaxliste ändert sich diese Aussage jedoch direkt zu einem klaren Nein.

Muss ich auf ZUGFeRD 2.0 umstellen?

Es kommt darauf an. Wie so oft. Generell ist ZUGFeRD weiterhin völlig berechtigt einsetzbar. Entscheidend kann hier nun aber sein, was der jeweilige Empfänger der hybriden Rechnung empfangen will. Handelt es sich nämlich um einen öffentlichen Auftraggeber, der erst über die EN16931 angefangen hat, sich aktiv mit der elektronischen Rechnung zu beschäftigen, so wird er ausschließlich ein Format akzeptieren, welches Konform zur Norm ist. Öffentliche Auftraggeber, die bereits heute ZUGFeRD 1.0 empfangen, könnten den Kanal weiterhin geöffnet lassen. Gerade wenn ich als Rechnungssender jedoch viele Kunden im Bereich öffentlicher Auftraggeber habe (z.B. Krankenhäuser, Flughäfen, Kindergäten, Schulen, Wasserwerke, ...), so kann es sich empfehlen frühzeitig seinen Softwarehersteller nach einem Update zu fragen.

XRechnung als Beispiel für ZUGFeRD 2.0

Abschließend sei noch angemerkt, dass der Entwurf von ZUGFeRD 2.0 als Syntax-Bespiel auch eine Rechnung im Format XRechnung enthält. Dies ist laut Entwurf problemlos möglich, da ZUGFeRD 2.0 als so genannte "fully compliant CIUS" alle weiteren Anwendungsspezifikationen mit einschließt.

2017-06-28

Press announcement 2017-06-28

EU Norm EN16931 makes E-Invoicing happen

Invoice.fans gives access to all information – including industry profiles

Managers of companies and public authorities share common thoughts: E-invoicing saves time and money for all participants. Today a European Standard for electronic invoicing was published: the European Norm EN1931. The norm implements the European Directive 2014/55/EU on electronic invoicing in public procurement. By transposing it to national law it becomes mandatory for public authorities. The usage specification XRechnung which was adopted by the German „IT-Planungsrat“ last week is the basis for the implementation of EN16931 for Germany’s public authorities.

By publishing the European Norm organizations still waiting to start implementing of e-invoicing will get momentum while increasing planning reliability.

European invoicing experts realized immediately that not every user will need all information of the European core invoice for their implementation. Due to this reason the norm describes requirements for creating subsets – the so called Core Invoice Usage Specifications (CIUS). As a single point of information about the European core invoice and its corresponding CIUS, GEFEG makes the portal Invoice.fans available for free to all interested users. Currently there are Core Invoice Usage Specification being developed in different European member states. Invoice.fans gives access to their drafts.

Specifications being available on Invoice.fans will be ZUGFeRD 2.0, which in Europe is called Factur-X. The specification is compliant and conformant to EN16931 while defining a hybrid e-invoicing format. It has been developed between Germany and France. The German public authorities' format XRechnung will be available as well as ZUGFeRCH, which is a Swiss specification based on ZUGFeRD 1.0. Final versions of these formats are expected to be available in October 2017.

For interested users and industry associations a free tool will be available soon which supports the creation of CIUS that are compliant to the European Norm. By making those CIUS available at invoice.fans all interested users get access to this information. The validation of individual invoice messages against those CIUS is included in the service.

"We want to turn organisations working on the introduction of e-invoicing into fans of electronic invoicing. By launching invoice.fans we foster a fast and reliable implementation of the new invoice formats. In addition it is very important to promote the development of standard-compliant profiles of electronic invoicing standards. In many discussions with invoicing experts it was asked, how industry specific requirements can be implemented while staying compliant to the standard." explains Andreas Pelekies, Senior Consultant and e-Invoicing expert on national and international level. "With the new CIUS tool profiles can be created easily and fast that are interoperable to the standards and thus can be implemented on a reliable base. "

About GEFEG

For more than 25 years the focus of GEFEG activities has been on the subject of standardization and interfaces for electronic data exchange. Based on this approach GEFEG supports the development of electronic invoicing formats. GEFEG solutions provide productivity increases and optimized data interface development to connect business processes and plan, map, and manage their relevant business content throughout the entire application cycle.

The GEFEG.FX software for the development and management of data models, eStandards and interfaces, the GEFEG.Portal for publishing interfaces, on-boarding and community management as well as consulting support, training courses and workshops on eBusiness topics are among the solutions. As an active member of national and international committees, such as DIN, UN/CEFACT, EDIFICE, DISA, GEFEG is also involved in the development of interfaces for industries, companies and global standard organizations. The practical experience gained in consulting and standardization as well as the use of in-house solutions complement each other and help GEFEG further expand its recognized status as a specialist for business interfaces.

Contact

GEFEG Gesellschaft für Elektronischen Geschäftsverkehr mbH

Andreas Pelekies

Storkower Straße 206

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www.gefeg.com

2017-06-28

CEN TC 434 hat heute die Norm für elektronische Rechnungen bei öffentlichen Auftraggebern veröffentlicht

(ap) Auf der Seite des europäischen Standardisierungsinstituts -> CEN lassen sich ab sofort die ersten zwei Teile der Normenfamilie finden.

  • EN 16931-1:2017 Electronic invoicing - Part 1: Semantic data model of the core elements of an electronic invoice
  • CEN/TS 16931-2:2017 (WI=00434002) Electronic invoicing - Part 2: List of syntaxes that comply with EN 16931-1

Die Norm selbst definiert ein semantischen Datenmodell für eine Kernrechnung und die damit abgebildeten Prozesse. Die Technische Spezifikation (Teil 2 der Norm) definiert UBL 2.1 und die UN/CEFACT CrossIndustryInvoice D16B als die beiden Syntaxen, mit denen das Datenmodell für öffentliche Auftraggeber verbindlich zu implementieren ist.

Die weiteren Teile der Normenfamilie sind derzeit noch im CEN TC 434 in Arbeit. Mit ihrer Publizierung wird nicht vor Ende September gerechnet. Dies ist in sofern etwas problematich, da erst Teil 3 der Familie definiert, wie das semantische Datenmodell in den beiden Syntaxen abzubilden ist (mapping). Softwarehersteller und andere Implementierer stehen damit vor einer schwierigen Aufgabe. Sollen sie jetzt schon loslegen, oder noch abwarten? Eine verbindliche Anwort wird wohl noch etwas auf sich warten lassen.

CEN TC 434 today published the standard for electronic invoices for public authorities

(Ap) On the website of the European standardization institute [-> CEN] (https://standards.cen.eu/dyn/www/f?p=204:32:0::::FSPORGID,FSPLANGID:1883209,25&cs= 126F1BDBC8D6D6141F550EB578B4A9CF4 "CEN.EU"), the first two parts of the standards family can now be found.

  • EN 16931-1: 2017 Electronic invoicing - Part 1: Semantic data model of the core elements of an electronic invoice
  • CEN / TS 16931-2: 2017 (WI = 00434002) Electronic Invoicing - Part 2: List of syntaxes

The standard itself defines a semantic data model for a core invoice and the processes depicted with it. The technical specification (part 2 of the standard) defines UBL 2.1 and the UN / CEFACT CrossIndustryInvoice D16B as the two syntaxes with which the data model is to be implemented by public authorities.

The other parts of the standards family are still under construction in CEN TC 434. Their publication is not expected before the end of September. This is somewhat problematic, since only part 3 of the family defines how the semantic data model is to be mapped in the two syntaxes. Software manufacturers and other implementers face a difficult task. Should they start now, or wait? A binding answer will probably be waiting for some more time.

2017-06-28

Pressemitteilung vom 28. Juni 2017

E-Rechnung mit dem neuen Standard EN16931 voranbringen

Rechnungs.fans ist zentraler Anlaufpunkt - auch für Branchenprofile

Die verantwortlichen Manager sowohl in den Unternehmen als auch der öffentlichen Verwaltung sind sich einig: Mit der elektronischen Rechnungsstellung sparen Unternehmen und Verwaltung Geld und Zeit.

Heute wurde ein europaweiter Standard für die elektronische Rechnung veröffentlicht. Das ist die Norm EN16931. Die Norm setzt die europäische Richtlinie für die elektronische Rechnungsstellung bei öffentlichen Auftraggebern (EN 2014/55/EU) um. Mit der Umsetzung in nationales Recht für öffentliche Auftraggeber wird diese verbindlich. Der Verwaltungsstandard XRechnung, der in der letzten Woche vom deutschen IT-Planungsrat beschlossen wurde, ist die Maßgabe für die Umsetzung der EN16931 in der öffentlichen Verwaltung.

Die Verfügbarkeit dieses europäischen Rechnungsstandards macht bisher noch unentschiedenen Unternehmen die Entscheidung für den Umstieg leichter und stärkt deren Planungssicherheit.

Die EU Rechnungsexperten erkannten schnell, dass nicht jeder für seine Rechnung jedes Feld der EU Kernrechnung braucht. Deshalb regelt die Norm auch Anforderungen an die Beschreibung von Profilen – die sogenannten Core Invoice Usage Specifications (CIUS), in Deutsch Anwendungsempfehlungen. Als zentraler Anlaufpunkt für Informationen zur Implementierung für die EU Kernrechnung bzw. deren Anwendungsempfehlungen steht ab sofort das Portal Rechnungs.fans von GEFEG bereit. Für den Austausch von Rechnungen gemäß einer Core Invoice Usage Specification entwickeln derzeit viele europäische Länder Empfehlungen. Rechnungs.fans stellt zunächst deren Entwurfsfassungen bereit.

Zu den zur Verfügung stehenden Formaten gehört ZUGFeRD 2.0, das auf europäischer Ebene den Namen Factur-X trägt. Hierbei handelt es sich um ein mit der EN16931 konformes Format für den Austausch hybrider Rechnungen, das gemeinsam zwischen Deutschland und Frankreich entwickelt wurde. Der deutsche Verwaltungsstandard XRechnung gehört ebenso dazu sowie ZUGFeRCH, die auf die Schweiz zugeschnittene Fassung von ZUGFeRD 1.0. Die endgültige Abstimmung und Verabschiedung der aufgeführten Formate wird Anfang Oktober erwartet.

Für interessierte Anwender und Branchenverbänden steht in Kürze ein kostenfreies Tool zur Verfügung, mit dem normkonforme Profile (CIUS) entwickelt werden können. Mit der anschließenden Bereitstellung dieser Profile im Portal erhalten alle weiteren Anwender Zugriff auf diese Informationen. Dies schließt insbesondere die Möglichkeit ein, Nachrichten gegen diese nutzerdefinierten Profile zu validieren.

"Wir wollen Organisationen, die sich mit der Einführung elektronischer Rechnungen beschäftigen zu Fans der elektronischen Rechnung machen. Mit dem neuen Portal Rechnungs.fans unterstützen wir eine schnelle und qualitativ hochwertige Umsetzung der neuen Rechnungsformate. Sehr wichtig ist es uns aber auch, die weitere Entwicklung von standardkonformen Profilen der Rechnungsformate zu fördern. In vielen Gesprächen mit Rechnungsexperten wird immer wieder nach Möglichkeiten gefragt, wie Branchenbesonderheiten konform umgesetzt werden können, ohne gegen den Standard zu verstoßen" sagt Andreas Pelekies, Senior Consultant bei GEFEG und langjähriger Begleiter der eRechnungs-Entwicklung in Deutschland. "Mit dem neuen CIUS-Tool lassen sich schnell und einfach angepasste Profile erstellen, die gleichzeitig interoperabel zu den Standard-Rechnungsformaten und damit durchsetzungsfähig sind."

Über GEFEG

Seit mehr als 25 Jahren bildet das Thema Standardisierung und Schnittstellen für den elektronischen Datenaustausch den Mittelpunkt der GEFEG Aktivitäten. Diesem Ansatz folgend unterstützt GEFEG die Entwicklung von elektronischen Rechnungsformaten. GEFEG Lösungen bieten Produktivitätssteigerungen und optimierte Entwicklung von Datenschnittstellen, um Geschäftsprozesse zu verbinden und deren Fachinhalte zu planen, abzubilden und während des gesamten Anwendungszyklus zu managen. Zu den Lösungen gehören die Software GEFEG.FX für Entwicklung und Management von Datenmodellen, eStandards und Schnittstellen, das GEFEG.Portal für Publizierung von Schnittstellen, On-Boarding- und Community-Management sowie Anwendungsberatung, Schulungen und Workshops zu eBusiness-Themen. Als aktives Mitglied in nationalen und internationalen Gremien, wie z.B. DIN, UN/CEFACT, EDIFICE, DISA, beteiligt sich GEFEG auch an der Entwicklung von Schnittstellen für Branchen, Unternehmen und global agierende Standardorganisationen. Die praktischen Erfahrungen aus der Beratungstätigkeit und der Standardisierung sowie die Nutzung der hauseigenen Lösungen ergänzen einander und helfen GEFEG dabei, seinen anerkannten Status als Spezialist für Business Interfaces weiter auszubauen.

Weitere Informationen

GEFEG Gesellschaft für Elektronischen Geschäftsverkehr mbH

Andreas Pelekies

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